Kleines ABC der Hochbegabung

 

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B

 

D

 

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H

 

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P

 

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V

 

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A

 

  • Akzeleration

Unter „Akzeleration“ versteht man ein beschleunigtes Durchlaufen der Schulzeit.

Die Akzeleration zielt darauf ab, die Lerngeschwindigkeit dem Schüler /der Schülerin anzupassen. Dies erfolgt z.B. durch vorzeitige Einschulung, das Überspringen von Klassen oder dem Teilunterricht in höheren Schulstufen.

 

 

  • Asynchrone Entwicklung

Hochbegabte Kinder entwickeln sich manchmal „asynchron“, das heißt, dass sie sich im kognitiven Bereich schneller entwickeln als im emotionalen, sozialen, biologischen oder psychomotorischen Bereich.  Diese Diskrepanz stellt Eltern, Lehrer*innen sowie das Kind selbst vor große Herausforderungen. Oft führt dies bei den begleitenden Erwachsenen zu Missverständnissen und beim Kind zu Frustration.

 

 

B

 

  • Begabung

„Begabt“ wird seit Beginn des 20 Jahrhunderts in der Pädagogik für „deutlich überdurchschnittlich befähigt“ eingesetzt. „Begabung“ ist also das Potenzial erhöhte Leistung zu erbringen, nicht die Leistung selbst. Begabungen können sich durch zielgerichtete Förderung weiter entwickeln oder durch Nichtbeachtung verkümmern.

 

 

D

 

  • Differenzierung

Differenzierung im Schulalltag bedeutet, dass Unterricht bewusst so gestaltet wird, dass er den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Fähigkeiten, Interessen und Lerntempi der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Jede und jeder soll dadurch angemessen gefordert und gefördert werden, es soll dadurch eine Über- oder Unterforderung vermieden werden, Motivation gesteigert und Chancengerechtigkeit geschaffen werden.
 

Formen der Differenzierung im Schulalltag

- Innere Differenzierung (häufigste Form)

  • Alle lernen im gleichen Klassenverband, aber mit:
  • verschiedenen Aufgabenniveaus
  • Wahlaufgaben
  • unterschiedlichen Arbeitsmaterialien
  • variablen Zeitvorgaben
     

- Äußere Differenzierung

  • Trennung nach Leistungsstand oder Interessen, z. B. durch:
  • Förder- oder Erweiterungskurse
  • Niveaugruppen
  • Wahlpflichtfächer

 

 

E

 

  • Enrichment

Unter „Enrichment“ versteht man die Anreicherung des Unterrichts mit erweiternden und vertiefenden Inhalten, die über den Kernstoff hinausgehen. Diese Enrichment-Angebote können inhaltlich oder methodisch für die begabten Schüler*innen herausfordernd gestaltet sein.

 

 

H

 

  • Hochbegabung

 

Für den Begriff „Begabung/Hochbegabung“ gibt es in der Wissenschaft zahlreiche Definitionen. Es kommt häufig zu einer Vermischung der Begriffe von Hochbegabung, Begabung, Talent, Genie, Wunderkind etc.. Einigkeit besteht darin, dass Begabung grundsätzlich ein Potenzial darstellt, das sich in entsprechenden Leistungen zeigen kann. Damit dies auch gelingt, brauchen Kinder günstige Entwicklungsbedingungen.

Im Kindergartenalter kann eine „Hochbegabung“ noch nicht zuverlässig diagnostiziert werden, man spricht daher in diesem Alter von „hoher Begabung“.

 

 

I

 

  • Intelligenz

Mit dem Begriff ‚Intelligenz‘ wird die Summe vieler kognitiver Fähigkeiten einer Person zusammengefasst. Diese wird mit Hilfe von allgemeinen standardisierten Intelligenztests erfasst und umfasst Fähigkeiten wie logisches Schlussfolgern, Merkfähigkeit, sprachliche Fähigkeiten, numerische Fähigkeiten und räumliches Denkvermögen. Die verschiedenen Teilfähigkeiten können bei einer Person unterschiedlich ausgeprägt sein.

 

 

  • Intelligenzquotient

Werden die intellektuellen Leistungen einer Person mit einer Gruppe repräsentativer Personen verglichen, kommt oft der IQ (Intelligenzquotient) zum Einsatz. Dieser gibt an, wie die Gesamtheit der Leistungen einer Person in einem Intelligenztest im Verhältnis zu der Gesamtgruppe einzustufen ist. Als Durchschnittsbereich wird ein IQ von 85 bis 115 angesehen (68% der Vergleichsgruppe), ab einem IQ von 130 spricht man von einem sehr hohen Wert (entspricht den oberen 2% der Vergleichsgruppe). Es gibt auch andere Testnormen, wie z.B. T-Werte oder Prozentränge, die alle ineinander übergeführt werden können.

 

 

P

 

  • Potenzial

Jedes Kind und jeder Jugendliche bringt individuelle Stärken und Entwicklungs-möglichkeiten mit. Der Begriff Potenzialbeschreibt vorhandene, oft noch nicht ausgeschöpfte Fähigkeiten, Begabungen und Chancen zur Weiterentwicklung. Es geht darum, Voraussetzungen zu erkennen, die besondere Leistungen in bestimmten Bereichen ermöglichen können.

Potenziale zeigen sich auf vielfältige Weise – etwa in kreativen, sozialen, sportlichen oder schulischen Fähigkeiten. Entscheidend ist, jungen Menschen Raum zu geben, ihre Interessen zu entdecken, Talente auszuprobieren und sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Denn gezielte Förderung kann helfen, verborgene Möglichkeiten sichtbar zu machen und nachhaltig zu stärken.

 

T
 

  • Talent

Der Begriff „Talent“ bzw. „talented“ wird vor allem in der anglo-amerikanischen Literatur vorwiegend für überdurchschnittliche Fähigkeiten in den psychomotorischen und musischen Fähigkeitsfeldern wie Musik, bildnerische Darstellung und Artistik eingesetzt.

Für „überdurchschnittliche intellektuelle Fähigkeit“ stehen in der Literatur die Wörter „hochbegabt“ bzw. „gifted“, wobei eine deutliche Abgrenzung zum Begriff „Talent“ nicht gegeben ist.

„Begabung“ wird als nicht beobachtbares Potential gesehen, „Talent“ wird oftmals für bereits sichtbare Leistungen verwendet.

 

 

U

 

  • Underachiever

Als ‚Underachiever‘ (dt. Minderleister) werden Schüler*innen bezeichnet, bei denen sich eine hohe Differenz zwischen ihrem sehr hohen kognitiven Potenzial und ihren Schulleistungen zeigt, d.h. das Potential wird nicht ausgeschöpft und die Leistungen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Die Gründe können vielfältig sein und treten selten allein auf. Beispiele können sein: eine nicht adäquate Lernumgebung (z.B. Unterforderung/Langeweile, Klassenklima usw.), das Vorhandensein nicht förderlicher Persönlichkeitsmerkmale (z.B. Prüfungsangst, Anstrengungsvermeidung usw.), ein nicht förderliches soziales Umfeld (z.B. überhöhte Leistungserwartungen, Desinteresse an schulischen Dingen usw.), aktuelle kritische Lebensereignisse (z.B. Tod, Scheidung usw.).

 

 

V

 

  • Vererbung – ist Intelligenz vererbt?

Die Umwelt und die Gene sind eng miteinander verzahnt und beeinflussen so die Intelligenz. Studien weisen darauf hin, dass der äußerliche Einfluss in der Jugendzeit höher sei als im späteren Erwachsenenalter.